Akustik im Büro: Wie gute Raumakustik Gesundheit, Produktivität und Wohlbefinden steigert

Wer kennt’s nicht? Im Großraumbüro wird telefoniert, gelacht, getippt – überall ist etwas los. Eigentlich schön, oder? Schließlich steht das offene Büro für Austausch und Teamspirit. Doch auf Dauer kann die Geräuschkulisse ganz schön anstrengend sein – für Kopf, Nerven und Konzentration.

Ruhe, bitte!

Das Thema Akustik am Arbeitsplatz wird oft unterschätzt. Zu Unrecht, denn Lärm im Büro gehört zu den häufigsten Stressfaktoren im modernen Arbeitsalltag – und wirkt sich stärker auf unsere Gesundheit und Produktivität aus, als viele denken. In diesem Beitrag erfährst du, worauf es bei guter Büroakustik ankommt, welche Lösungen es gibt und wie du dein Arbeitsumfeld mit einfachen Mitteln deutlich verbessern kannst.

Akustik im Büro: Meetingkabine von VANK Design
Foto: VANK Design

Warum Akustik im Büro mehr als nur „nett zu haben“ ist

In offenen Bürokonzepten ist Austausch ausdrücklich erwünscht – doch genau diese Offenheit führt oft zu einer akustischen Dauerbelastung. Gespräche über mehrere Schreibtische hinweg, Telefonate ohne Rücksicht, das rhythmische Tippen der Tastatur – all das summiert sich zu einem Lärmpegel, der unbewusst an unseren Energiereserven zehrt.

Studien zeigen: Schon eine konstante Lautstärke von etwa 65 Dezibel wird als störend empfunden. Das entspricht der Lautstärke eines ganz normalen Gesprächs. Kein Wunder also, dass in vielen Unternehmen die Konzentration leidet, Fehler häufiger werden und sich Mitarbeiter:innen schneller erschöpft fühlen.

Wenn Lärm krank macht: Die Folgen schlechter Büroakustik

Lärm am Arbeitsplatz ist nicht einfach nur nervig – er kann uns regelrecht krank machen. Das zeigt sich oft zuerst ganz leise: Müdigkeit, Gereiztheit, Schwierigkeiten beim Fokussieren. Doch je länger die Belastung anhält, desto deutlicher werden auch die körperlichen Symptome. Erhöhter Blutdruck, Schlafstörungen oder Verspannungen sind keine Seltenheit.

Darüber hinaus leidet die Kommunikation – paradoxerweise in einem Raum, der eigentlich dafür gemacht wurde, den Austausch zu fördern. Menschen sprechen lauter, um sich durchzusetzen, hören einander schlechter zu, reagieren gereizt oder ziehen sich innerlich zurück.

Die gute Nachricht: Akustik kann man gestalten

Die moderne Bürogestaltung bietet heute eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Akustik gezielt zu verbessern – ganz ohne das offene Konzept aufzugeben. Im Gegenteil: Mit den richtigen Maßnahmen entsteht ein ausgewogenes Raumklima, das Ruhe und Austausch miteinander vereint.

Hier sind einige der wirkungsvollsten Lösungen:

1. Akustikboxen: Rückzugsorte mit Wirkung

Sie sehen gut aus, lassen sich flexibel aufstellen und sorgen für echte Ruhe: Akustikboxen oder sogenannte „Silent Cubes“ sind kleine Räume im Raum. Ideal für Telefonate, Videokonferenzen oder konzentrierte Einzelarbeit.

Moderne Modelle wie die von VANK Design oder die Lösungen von Balma bieten Schallschutz von bis zu 45 Dezibel – das entspricht etwa dem Unterschied zwischen einem vollen Büro und einer ruhigen Bibliothek. Und das Beste: Viele dieser Boxen sind mobil, modular und sogar nachhaltig produziert.

Akustikbox von VANK Design
Foto: VANK Design

2. Akustikpaneele: Design trifft Funktion

Nicht nur funktional, sondern auch ein echter Hingucker: Akustikpaneele an Wänden oder zwischen Schreibtischen schlucken nicht nur Schall, sie geben dem Raum auch Struktur und Stil.

Hersteller wie Mute Design, Impact Acoustic oder USM bieten Paneele aus recycelten Materialien, BIO-Fasern oder mit edlen Textiloberflächen. Besonders spannend: Paneele in 3D-Optik, wie etwa die VANK Designs DIAMOND, WAVE oder COLUMN, die sowohl als dekoratives Element als auch als Schallschlucker fungieren.

Akustikpaneele von Mute Design
Foto: Mute Design

3. Mobile Trennwände: Flexibilität für agile Teams

Für alle, die gerne mal umstellen, sind mobile Akustiktrennwände eine smarte Lösung. Sie schaffen nicht nur akustische, sondern auch visuelle Zonen – perfekt für temporäre Projektflächen, spontane Meetings oder als kreative Whiteboards mit schallabsorbierender Rückseite.

Akustik im Büro: Mobile Trennwände, Mute Design
Foto: Mute Design

4. Textilien & Pflanzen: Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Auch weichere Materialien helfen, den Geräuschpegel zu senken. Teppiche, Vorhänge, Polstermöbel – alles, was Schall nicht direkt zurückwirft, verbessert das Raumklima.

Akustik im Büro: Teppich von Interface
Foto: Interface

Und nicht zu vergessen: Pflanzen! Sie verbessern nicht nur die Luft, sondern dämpfen auch Geräusche – und schaffen ganz nebenbei eine angenehmere Atmosphäre.

5 einfache Schritte zur besseren Büroakustik

  1. Zonen schaffen: Rückzugsräume für Ruhe, separate Bereiche für Meetings oder Calls
  2. Regeln etablieren: Z. B. Telefonate nur in Akustikboxen führen
  3. Störquellen umlenken: Drucker, Kaffeemaschinen & Co. außerhalb der Arbeitsbereiche
  4. Materialien bewusst wählen: Harte Flächen durch weiche, schallschluckende Elemente ergänzen
  5. Design & Funktion verbinden: Akustiklösungen können auch schön sein

Nachhaltig leiser: Umweltfreundliche Akustiklösungen

Viele moderne Akustikelemente punkten nicht nur durch ihre Wirkung, sondern auch durch ihre Herkunft. Produkte aus recycelten PET-Flaschen (rPET), BIO-Fasern oder pflanzenbasierten Materialien schonen Ressourcen und ermöglichen eine nachhaltige Raumgestaltung.

Hersteller wie VANK oder Impact Acoustic zeigen, wie Design, Funktion und Umweltbewusstsein harmonisch zusammenwirken können.

Nachhaltige Akustikbox von VANK Design
Foto: VANK Design

Fazit: Gute Akustik ist kein Luxus – sie ist die Basis für gesunde Arbeit

Die Gestaltung der Raumakustik ist einer der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Hebel, um die Atmosphäre im Büro positiv zu verändern. Schon kleine Maßnahmen können große Wirkung entfalten – für mehr Ruhe, Konzentration, Teamspirit und Wohlbefinden.

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